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 Legenot, Trächtigkeit, Inkubation und Aufzucht

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lunis88
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BeitragThema: Legenot, Trächtigkeit, Inkubation und Aufzucht   Mi Dez 12, 2007 1:17 am

Viele Bartihalter denken nicht daran,dass auch ein Weibchen, das ohne Bock gehalten wird manchmal Eier produziert und diese dann auch legen muss.
Findet die Bartidame keinen geeigneten Eiablageplatz im Terra kann es zur sogenannten und sehr gefährlichen Legenot kommen:

"Weibliche Bartagamen sind oft mit neun monaten geschlechtsreif.
Wurde das Weibchen nie mit einem Männchen zusammen gehalten sind die Eier selbstverständlich unbefruchtet.
Es ist wichtig, immer eine geeignete Stelle im Terrarium zu haben, an der das Weibchen die Eier legen kann.
Dies kann beispielsweise eine Kunststoffbox mit Deckel und einem Loch sein, das gross genug für das Tier ist, um hineinzukriechen.
Die Box sollte bis zur Hälfte mit z. B. feuchter Blumenerde gefüllt sein. Steht eine solche Stelle nicht zur Verfügung, hält das Weibchen unter Umständen die Eier zurück.
Es ensteht eine sogenannte Legenot, und diese kann zu einer ernsthaften Bedrohung der Agame werden - bis hin zur Notwendigkeit eines operativen Eingriffs, um das Leben des Tieres zu retten."

Quelle: Leben mit Bartagamen von Liz Palika

Nach der Paarung dauert es ca.30- 40 Tage, bis das Weibchen beginnt ihre Eier zu legen.

Eier von Bartagamen sind ledrig.D.h. sie sind nicht hart, wie z.B. Hühnereier.
Sie unterscheiden sich auch noch auf andere wichtige Weise von Vogeleiern: Der Dotter von Vogeleiern ist in der Mitte des Eis aufgehängt,das Eiweiß umgibt ihn.Das Küken entwickelt sich in der Eimitte, und die Vogeleltern bewegen das Ei regelmäßig.
Bei Reptilieneiern dagegen ist der Dotter fixiert - normalerweise unten im Ei.
Wird das Ei gedreht, können kleine Blutgefäße reißen,was zum Tod des sich entwickelnden Reptils führt.
Ist das Ei einmal gelegt kann man es noch ungefähr 24 Stunden lang sicher( aber trotzdem ganz vorsichtig möglichst ohne es zu drehen) bewegen und in den Inkubator überführen.
Nach diesen ersten 24 Stunden sollte das Ei keinesfalls mehr gedreht werden,denn dann ist der Dotter bereits fixiert und Störungen sollten auf ein Minimum reduziert werden.

Quelle: Liz Palika,Leben mit Bartagamen

Am Empfehlenswertesten ist es allerdings die Eier aus dem Terra zu nehmen,sobald das Bartiweibchen das Gelege "freigibt",d.h. sie es zugebuddelt hat und es nicht mehr bewacht.
Meine Weibchen bewachen ihr Gelege immer noch so ca. eine halbe Stunde.
Danach interessiert es sie überhaupt nicht mehr.
Ganz wichtig ist es auch das Weibchen für die harte und anstrengende getane Arbeit ordentlich zu verwöhnen mit 3-4 eingepulverten Heuschrecken und wenn sie gerne badet, mit einem schönen warmen Bad.
Danach wird sie vorraussichtlich lange und ausgiebig schlafen.

Die babys schlüpfen etwa nach 60-90 Tagen.bis alle babys geschlüpft sind kann 1 woche vergehen.
babys,die ihren dotter vollständig absorbiert haben kommen dann ins aufzuchtterra.
babys,die ihren dotter noch nicht vollständig absorbiert haben tue ich immer in eine extra vorbereitete faunabox mit leicht feuchtem warmen vermiculit (brutsubstrat)und stelle die box ins terra.
aber aufpassen dass es nicht zu heiss wird in der box.nicht direkt unter den strahler stellen.
du kannst auch eine extra heimchenbox mit luftlöchern im deckel einige tage vor dem schlupf mit leicht feuchtem vermiculit in den inkubator stellen und die babys mit dotterresten da hinein tun und sie im inkubator lassen,bis sie den dotter vollständig absorbiert haben.
manchmal reisst der dotterrest auch ab.
das ist nicht weiter schlimm,aber du musst dann den bauch des bartis im auge behalten und schauen,dass er gut verheilt und sich nichts entzündet.
falls doch musst du dir geeignete mittel vom ta holen,um die barti zu behandeln.

in den ersten drei tagen fressen die babys noch nichts.auch das ist völlig normal.
dann erwacht aber langsam der hunger und du solltest ihnen mindestens 2 x täglich mikro heimchen anbieten und dafür sorgen,dass sie immer was zu fressen im terra haben,wie z.b ne schale mit klein geschnittenen oder geraspeltem obst und gemüse.
wenn in ihnen erstmal der hunger erwacht ist haben sie dauerhunger.
das liegt daran,dass sie in den ersten lebensmonaten sehr schnell wachsen (bis zu 2,5 cm pro woche).
ihren hunger stillen die kleinen dann auch notfalls,indem sie ihre geschwister anbeissen.
deshalb immer reichlich futter anbieten.das aufzuchterra sollte nicht zu klein sein,damit die babys sich notfalls auch mal aus dem weg gehen können.
auch die kleinen haben schon ne menge territorialverhalten und du wirst feststellen,dass es bei deinen babys dominante und weniger dominante tiere gibt.
du musst darauf achten,dass auch die nicht so dominanten meist auch kleineren tiere genug zu fressen bekommen und genug ausweich- und versteckmöglichkeiten haben.
notfalls musst du die babys in zwei gruppen nach grösse sortiert aufteilen.
nach ca. 3 wochen tausche ich das küchenrollenpapier dann gegen calci sand und nach ca. 4 wochen wenn alle babys futterfest und gesund sind gebe ich sie dann ab.
ach ja und natürlich nicht vergessen die heimchen alle zwei tage mit dem guten pulver einzustäuben.
die kleinen brauchen viele vitamine und natürlich calcium,damit sie sich gesund entwickeln können.

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wer glaubt etwas zu sein , hat aufgehört etwas zu werden .....
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