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 Häufige Krankheiten und deren Ursache

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lunis88
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BeitragThema: Häufige Krankheiten und deren Ursache   Mi Dez 12, 2007 1:18 am

Freßunlust und Abmagerung:
Will das Tier nicht fressen, kann dies viele Gründe haben. Die genaue Diagnose kann auch hier nur ein Tierarzt stellen. Man sollte aber dennoch darauf achten, was man füttert. Bartagamen sind Vielfrasse, also auf jeden Fall täglich füttern. Aber nicht täglich mit Lebendfutter. Das reicht alle 2-3 Tage. Auch eine Wasserschüssel im Terrarium darf nicht fehlen.
Ein geöffneter Rachen heißt nicht immer: „Ich habe Hunger“, sondern kann ein Zeichen für eine Erkrankung des Maul-, Lungen oder Rachenbereichs sein.

Nekrose, abgestorbene Gliedmaßen:
Nekrose entsteht aufgrund mangelnder Durchblutung von Gewebe. Dadurch führt es zum Absterben dieses Gewebes. Die Ursache dafür ist meistens eine unvollständige Häutung. Wenn sich das Tier schlecht häutet, bleiben hauptsächlich an den Zehen oder/und am Schwanz Hautreste hängen, die das Gewebe darunter abschnüren. Deshalb muss man, wenn sich die Hautreste nicht ablösen, händisch nachhelfen. Die betroffenen Stellen mit Wasser befeuchten und vorsichtig versuchen mit den Fingern abzulösen. Das Tier kann, wenn das Gewebe abgeschnürt wird, die Zehe oder ein Stück des Schwanzes verlieren. Das befallene Gewebe wird durch die Gifte, die diese Entzündung bildet, 'nekrotisch'. Diese Art Entzündung wandert in gesundes Gewebe weiter, wenn nichts unternommen wird. Bildet sich also eine Nekrose, muss schnellstens ein Tierarzt das betroffene Glied (Zehe, Schwanz) amputieren.


Milben:
Milben sind winzig kleine Parasiten. Sie saugen Blut. Sie sehen aus wie winzige rote oder braune Punkte. Man kann sie auf der Bartagame sehen. Beim Tierarzt gibt es ein entsprechendes Präparat mit dem man sein Tier behandeln kann. Allerdings muss man natürlich auch das Terrarium und die komplette Einrichtung reinigen. Die Milben sind ja nicht nur im Tier. Sie treiben sich auch im Terra herum. Ein Symptom kann sein, wenn ein Tier ständig an der Terrariumseinrichtung schabt.

Innenparasiten:
Diese sind leider viel schwerer zu entdecken als Außenparasiten. Je nach Parasit können diese Nährstoffmangel oder Blutverlust verursachen. Sie können Körperzellen zerstören, den Darmtrakt blockieren, giftige Substanzen abgeben, Entzündungen verursachen,.... Natürlich schwächen sie auch das Immunsystem.

Hakenwürmer:
Kommen bei Reptilien recht häufig vor. Auch sie leben im Verdauungstrakt. Sie setzen sich dort fest und saugen Blut. Das erste Symptom ist meist blutiger Stuhl. Behandlung durch den Tierarzt.

Eventuelle Symptome: blutiger, schleimiger Kot, zu häufige Kotabgabe, Appetitveränderungen, vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, sichtbare Würmer im Kot, Verhaltensänderungen (z.B. das Tier wird aggressiver, ist nicht mehr so aktiv).

Maulfäule:
Ist schwer zu heilen. Im Maul bilden sich Schwellungen und Eitertaschen. Symptome sind starker Speichelfluss und gerötete Mundschleimhäute. Maulfäule kann durch zu weiche Ernährung (zu viele Früchte) auftreten, auch durch Verletzungen der Schnauze. Es kann auch eine Begleiterscheinung bei Stoffwechselstörungen sein.

Durchfall:
Kann viele Ursachen haben. Wenn der Durchfall länger anhält (mehr als 2 Tage), auf jeden Fall zum Tierarzt um die Ursachen festzustellen.

Erbrechen:
Kann z.B. durch Darmverstopfung, Nierenversagen oder Vergiftungen auftreten. Es sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden.


Häutungsprobleme:
Bei Agamen kann es vorkommen, dass Hautreste an den Zehen oder an der Schwanzspitze hängen bleiben. Dann hilft man nach, indem man die losen Hautfetzen mit einer (stumpfen) Pinzette oder auch mit der Hand vorsichtig in Richtung der Krallen abzieht. Vorher ein bisschen mit Wasser befeuchten, oder das Tier baden kann hilfreich sein. Man kann auch mit Babyöl nachhelfen. Die Haut wird weicher und lässt sich leichter abziehen. Meistens ist es auf unzureichende Aufnahme von Vitamin A zurückzuführen. Dieses Vitamin unterstützt die Neubildung der Haut und auch die Lösung der alten Hautschicht.
Bartagamen häuten sich oft, bis sie ausgewachsen sind. Von da an häuten sie sich seltener, aber regelmäßig. Sie fressen ihre Haut nach dem Häuten manchmal, da die Haut viele Mineralien etc. enthält.

Es ist auf jeden Fall ratsam immer einen Tierarzt zu Rate zu ziehen und nicht selbst herumzuexperimentieren. Das kann dem Tier das Leben kosten !!!

c by samara

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